Haltung

Tipps zur Haltung, Fütterung und Pflege sowie zur Zucht

Sie möchten sich einen Teckel zulegen? Das freut uns natürlich. Doch Sie sollten vorab bei Ihrer Entscheidung in jedem Fall bedenken, dass Sie für viele Jahre eine Verantwortung auf sich nehmen und diese auch konsequent ausführen wollen.
Wenn Sie dies bejahen, dann haben Sie schon die wichtigste Voraussetzung für das Zusammenleben mit einem künftigen "Rudelmitglied" erfüllt.

Doch vorab sollten Sie einiges über die Abstammung, das Wesen und die Verwendung des Teckels wissen.
Der Teckel stammt, wie fast alle unsere Jagdhunde, von den Bracken ab. Schon im Mittelalter verwendete man niederläufige Hunde für die Jagd auf Fuchs und Dachs, daher auch der Name Dachshund. Durch spezielle Züchtungen entwickelten sich im Laufe der Zeit daraus die uns bekannten Teckel; sie gibt es in drei Varianten als Standard- oder Zwergteckel:

  • Die ursprüngliche Form ist der Kurzhaarteckel, der den Bracken und Dachsbracken am nächsten steht. Ihn gibt es in den Farben rot oder schwarz mit rotem "Brand", gelegentlich auch braun.

  • Der Langhaarteckel entstand durch Einkreuzungen von kleinen langhaarigen Stöberhunden, wie z.B. dem Spaniel oder dem Wachtel. Er unterscheidet sich vom Kurzhaarteckel nur durch die längere Behaarung; er ist rot oder schwarz mit rotem "Brand".

  • Die zeitlich jüngste Rasse ist der Rauhhaarteckel. Er entstand durch Einkreuzungen verschiedener Terrierrassen, um besonders die Wildschärfe zu fördern. Er hat dichtes, drahtiges Haar, ist meistens schwarzgrau gestichelt (saufarben), seltener schwarz mit rotem "Brand".

Die Teckel wurden, wie bereits angedeutet, speziell für die Baujagd auf Fuchs und Dachs gezüchtet. Sie sind auf diesem Gebiet Spezialisten. Doch bei entsprechender Ausbildung sind Teckel als Jagdgebrauchshunde für das Stöbern im Wald einsetzbar oder auch sehr gut für die Arbeit auf der Schweißfährte (Nachsuche) geeignet.

Aber der Teckel ist nicht nur Jagdhund; er ist in gleichem Maße auch Familienhund - ein Spielkamerad für Kinder und ein treuer Begleiter bei jedem Wetter. Seinem treuherzigen Blick, dem allseits bekannten "Dackelblick", kann man nur schwer widerstehen. Der Teckel ist selbstbewusst und manchmal auch eigenwillig. Aber diese Eigenschaft braucht er, wenn er sich im Bau allein behaupten muss und er nicht von seinem "Rudelführer/seiner Rudelführerin" geleitet werden kann.
Wer einmal einen Teckel geführt hat, wird sich immer wieder für diese Rasse entscheiden.
 

Damit es Ihrem Teckel stets gut ergeht, möchten wir Ihnen hier einige Tipps zur Haltung, Fütterung und Pflege sowie zur Zucht aufzeigen, die Sie kennen und beachten sollten.

Haltung
Einige allgemeine Regelungen, die für alle Hunde - somit auch für Teckel - gelten, sind in der Tierschutz-Hundeverordnung vom 2.Mai 2001 festgelegt. Aus dieser Verordnung nachstehend die wichtigsten Regelungen:

  • Ein Hund muss entsprechend seiner Rasse, seines Alters und seines Gesundheitszustandes ausreichenden Auslauf im Freien haben sowie ausreichenden Umgang mit der Person, die ihn hält oder betreut.
  • Ein Hund darf grundsätzlich nur in Räumen mit natürlichem Tageslicht gehalten werden; es muss eine ausreichende Frischluftversorgung gewährleistet sein.
  • Soll ein Hund im Freien gehalten werden, so muss ihm eine Schutzhütte, die aus wärmedämmenden und gesundheitsunschädlichen Materialien besteht, zur Verfügung gestellt werden. Außerhalb der Hütte ist ein witterungsgeschützter und schattiger Liegeplatz einzurichten.
  • Bei der Haltung eines Hundes im Zwinger müssen besondere Bedingungen bezüglich der Größe und der Einzäunung beachtet werden. Bei Bedarf können diese zu beachtenden Baubestimmungen beim Vorstand unseres Vereins oder beim Deutschen Teckelklub 1888 e.V. (DTK) angefordert werden.
 
 

Zucht

  • Wer Rasseteckel züchten möchte, muss Mitglied im Deutschen Teckelclub 1888 e.V. (DTK) sein und sich dort mit seinem Zwinger registrieren lassen. Dabei sind die Zuchtbestimmungen des DTK zu beachten. Nähere Auskünfte hierzu erteilt der DTK auf Anfrage.

  • Ein Welpe darf erst im Alter von über 8 Wochen vom Muttertier getrennt werden; dies gilt für alle Hunde
 
   

Fütterung und Pflege

  • Der Teckel muss in seinem gewöhnlichen Aufenthaltsbereich ausreichend mit Wasser und artgerechtem Futter versorgt werden. Dies sollte zwar eine Selbstverständlichkeit sein; die Regelung wurde jedoch aus Gründen des Tierschutzes in die obenstehende Verordnung mit aufgenommen

  • Der Teckel sollte möglichst immer zur gleichen Zeit gefüttert werden; man sollte auch kein Futter stehen lassen. In 5 bis 10 Minuten muss der Teckel seine Portion gefressen haben. Nach dem Fressen sollte er für eine Weile in Ruhe gelassen werden.

  • Es sollte zur Gewohnheit werden, dass der Teckel mindestens alle 2 Tage gebürstet oder gekämmt wird. Dabei ist auf den Befall mit Parasiten, wie z.B. Flöhe oder Zecken, zu achten.

  • Diverse Nahrungsmittel sind gefährlich oder ungeeignet für Hunde. Eine Auswahl dieser Nahrungsmittel haben wir als Download für Sie bereitgestellt
 
   
Zu den vorstehenden Regelungen und Tipps hält der Buchhandel eine große Zahl von Fachbüchern bereit. Wir empfehlen, sich besonders für die Welpenphase des Teckels ein entsprechendes Fachbuch zu besorgen.

Sie können aber auch jederzeit ein Mitglied des Vorstandes befragen; die Anschriften und Telefonnummern finden Sie unter Kontakt.